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chlapf
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TN-C Hausanschluss Verfasst am: 23.09.2008, 21:17 |
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Sali sinus-elektro
Jetzt reden wir schon bald von einem separaten Schutzleiter für den Anschluss an Netzfilter u.dgl. und noch immer bringen die EWs PEN- Leiter ins Gebäude... tststs..
Tja, wann wird das wohl ändern? Sicher kennst Du die drei Grundsätze aus der Verwaltung (könnte das auch ein EW sein?):
1. Das haben wir schon immer so gemacht...
2. Da könnte ja jeder kommen..
3. warum weiss keiner... |
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Böffli
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Verfasst am: 04.05.2009, 17:21 |
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Hallo Sinus
Wie Du sicher schon in den oberen Beiträgen gelesen hast beschäftige ich mich sehr mit dieser Materie.
Ich möchte Dir einen kurzen Einblick in meine bereits schon gut acht jährige Praxis- Erfahrung geben.
Ganz klar vermeiden wir mit dem 5- Adrigen System die vagabundierenden Ströme im Schutzleitersystem. Was solche Ströme verursachen können, muss ich Dir sicher nicht erklären. Der Leidensdruck der Kunden ist ist der Regel klein. Nur in Ausnahmefällen kommt es zu Störungen. Schlage ich bei den geschädigten Kunden die Installationen nach dem Schutzsystem TN-S zu verlegen, wird dies meistens aus finanziellen Gründen nicht gemacht. Sollten nun die Daten-Leitungen durch Glasfaserkabel ersetzt werden, wird gleich gar nichts mehr gemacht.
Vielen Leuten macht man mit diesem Ratschlag kein gefallen. Ich suche aus diesem Grund meistens Kostengünstige Teillösungen und Arbeite an der fortlaufende Einführung des Schutzsystem TN-S.
Die Schutzform TN-S macht in Verteilnetzen auf dem Land, meiner Meinung nach, gar keinen Sinn.
Schon mehrere male musste ich bei der periodischen Kontrolle feststellen das der PEN- Leiter unterbrochen ist (spektakulärster Fall. Bestand der unterbruch rund 20Jahr und überstand 2 Kontrollen. Bis auf mich) . Der gesamte Rückstrom der Anlage verduftete, Got sei dank, über die Erdungsleitung. Stell Dir jetzt einen Neutralleiterunterbruch im Freileitungsnetz nach der Schutz- Systemform TN-S vor. das gibt einen teuren Unterbruch.
Meistens sind die Leute in einfachen Wohn- Gewerbe und Landgebieten mit diesen vagabundierenden Strömen nicht so sehr geplagt (Ausnahme Elektrosmog), dass diese sofort eleminiert werden müssen.
Die Netzform TN-S ist Plicht bei Liegenschaften mit Bahnanschluss und empfehlens Wert im Industriegebieten.
Denke man muss ganz klar unterscheiden in welchen Gebiet man welche Netzform einsetzen will. Und vorallem, wass mann von den Angeschlossenen Liegenschaften erwarten darf (Leckstromüberwachnung), weil sonst ist der Aufwand für die Katz ist. _________________ Böffli |
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Haimax
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Verfasst am: 16.02.2010, 15:38 |
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Seit Eröffnung dieser Diskusion um den 5 poligen Netzanschluss sind fast 3 Jahre vergangen, hat ein EW schon damit begonnen?
Ich muss natürlich sagen, dass ich mitte 2001 meine jetztige Arbeit antrat und 2000 wurde ein grosser Bau der Firma beendet, als ich da sah, dass sämtliche Erschliessungen in dieser Zeit in TN-C erfolgte kamen mir fast die Tränen und ich fragte wer für diese Untat verantwortlich sei. Antwort; "Das grosse "Mädchen" hat es so empfohlen!" .
Na ja dachte ich, man muss schon studiert haben um solches zu empfehlen, die Scheisse mit den Beeinflussungen der Datenleitungen haben wir heute. Danach hatte auch dort ein Umdenken stattgefunden.
Also ich kenne kein EW das auf 5 Leiter Netzkabel zu Hausanschlüsen umgestellt hat. Die Elektra Birseck hat mal davon gesprochen, aber ich weiss nichts näheres. |
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GW Dietlikon
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Fünfleiterkabel für Hausanschlüsse im TN-S-System Verfasst am: 22.02.2010, 13:42 |
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Grüezi Haimax
Informationen vom EW-Dietlikon, Verteilnetzbetreiber (VNB)
Seit 2006 erfolgreicher Einsatz von Fünfleiterkabel für Hausanschlüsse. Stand Februar 2010: 52 Hausanschlüsse im TN-S-System.
Seit über 100 Jahren wird in öffentlichen Netzen sowie für Hausanschlüsse das herkömmliche Vierleitersystem im TN-C-System mit dem PEN-Leiter (kombinierter Neutral- und Schutzleiter) verwendet. Die fortschreitende Technologie sowie der Bedarf und Einsatz der elektrischen Energie, zwingen die Netzbetreiber zum Umdenken. Damit viele elektrische Netzprobleme- und Beeinflussungen nicht auftreten oder zumindest stark reduziert werden, muss ein Fünfleiterkabel im TN-S-System (Neutral- und Schutzleiter separat geführt) zum Einsatz kommen. Beim Elektrizitätswerk Dietlikon, hat das Umdenken schon länger stattgefunden. Seither werden die Hausanschlüsse sowie Auswechslungen und Verstärkungen in Dietlikon, nur noch mit Fünfleiterkabel erstellt. Somit bieten die Gemeindewerke Dietlikon ihren Kunden konsequent die beste Lösung an.
Durch den steigenden Einsatz von empfindlichen elektronischen Geräten und stetig höheren Übertragungsraten bei der Kommunikationsinfrastruktur, werden an die heutigen Niederspannungsnetze immer höhere Anforderungen gestellt. Im Neutralleiter N, fliessen in den meisten Fällen stark verzerrte Oberschwingungsströme und in zunehmendem Masse kurze Gleichstromanteile, die durch elektronisch gesteuerte Geräte verursacht werden. Der Verteilnetzbetreiber darf dabei seine Produkthaftung nicht ausser Acht lassen.
Das Netzsystem ist entscheidend für eine optimale Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Die Norm EN 50310, Tabelle 3, beschreibt das Verteilungsnetz im Aussenbereich im TN-S-System, als „Bestes System einer Stromverteilungsanlage bezüglich EMV“. Die EM-verträgliche Lösung ist also nur im TN-S-System möglich, d.h. mit einem Fünfleiter-Netzkabel kann man nichts falsch machen. Um diesen Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden, sollten die Verteilnetzbetreiber bei allen Neubauten für den Hausanschluss, das Fünfleiterkabel Typ GKN, mit konzentrischem äusseren Leiter (Schutzleiter PE), verwenden.
Im Weiteren entstehen durch die heutigen Verbraucher mit nichtlinearen Lasten, wie z.B. (EDV, PC, TV-Geräte, Ladegeräte, Sparlampen, moderne gedimmte Leuchten, gesteuerte Antriebe, Stromrichter usw.) Oberschwingungen, mit all ihren negativen Beeinflussungen bezogen auf die Spannungsqualität. Die Störfähigkeit der elektromagnetischen Felder, wird mit höheren Frequenzen (Oberschwingungen) grösser. Zudem können Ausgleichs- und Neutralleiterströme, die über Potenzialausgleichsleitungen und Rohrsysteme im Gebäude fliessen, zu Korrosion führen und somit Schäden an Wasser- und Heizungsrohrsystemen sowie bei anderen Anlagen und Konstruktionen verursachen.
Nicht nur grosse Ausgleichsströme im Potenzialbereich können in empfindlichen- und Informationsanlagen immense Störungen verursachen, die kleinen Ausgleichsströme können es auch.
Die ersten EM-Störungen treten auf geerdeten Schirmen von Datenleitungen, bereits bei einigen Zehn Milliampere auf! Wohnungen werden durch die moderne Technik immer mehr zu vernetzten Informationsanlagen!
Den Kunden die beste, technisch machbare Lösung anbieten. Das heisst für Hausanschlüsse im Netz, so früh wie möglich dem TN-S-System anfangen > EMV-gerechter Netzanschluss <. Dadurch können die netzbedingten Beeinflussungen im Gebäude wirkungsvoll reduziert und das Korrosionsrisiko vermindert werden. Die Kabelquerschnitte grosszügig, in Bezug auf die Spannungsqualität und den Oberschwingungslasten im Neutralleiter sowie den Schutzmassnahmen auslegen. Durch diese Massnahmen können diverse Störungen verhindert und juristische Auseinandersetzungen vermieden werden. Damit sollen auch Situationen vermieden werden, in denen aufgrund von EMV-Mängeln an elektrischen Installationen Schadensersatz geleistet werden muss > Produkthaftung, der VNB ist bis zur Übergabestelle Netz-/Hausinstallation verantwortlich.
Durch die Mehrfacherdungen des PEN-Leiters, werden Bedingungen geschaffen, bei denen sich Neutralleiterströme als vagabundierende Ströme im ganzen Gebäude über fremde leitfähige Teile ausbreiten können > EMV-Probleme.
Die leitungsgebundenen magnetischen Störfelder entstehen am häufigsten durch vagabundierende Ausgleichs- und Neutralleiterströme. Diese Ströme sind in TN-C-Systemen immer vorhanden. Im Weiteren sind die Ströme unkontrollierbar, mit hohem Störpotenzial und nicht beherrschbar! Aus EMV-Sicht ist das TN-C-System nicht akzeptabel.
Wir stellen in unserem Versorgungsnetz vorwiegend bei Wohnbauten (keine zusätzlichen Bauten), eine stetige Zunahme der Neutral-/PEN-Leiterbelastungen mit den entsprechenden Oberschwingungen fest. Messungen in den TS zeigen zum Teil Erhöhungen mit Höchstwerten über 20% und Mittelwerten über 33%, in 2 Jahren. Durch den vermehrten Einsatz von elektronischen Geräten, insbesondere unzähligen Steckernetzteilen und der Gebäudeautomation mit ihren Informationsanlagen, wird auch die Netzqualität strapaziert.
Zum Thema Oberschwingungen (OS sind in jedem Verteilnetz vorhanden).
Oberschwingungen (OS) gehören zur Gruppe der Netzrückwirkungen und haben ein sehr breites EM-Störpotenzial. OS entstehen vorwiegend durch Verbraucher mit nichtlinearen Lastströmen. Beispiele: Energiesparlampen, Ladegeräte, Lichtregler, EVG, Computer, Monitore, Drucker, Fernsehgeräte, Unterhaltungselektronik, FU usw. Ein weiteres Problem daran ist, dass OS den Strom im Neutral- bzw. PEN-Leiter erhöhen und im Extremfall thermisch zerstören sowie Brände verursachen können. OS-Ströme im Nullsystem, deren Ordnungszahl durch 3 teilbar ist, (3, 6, 9, 12, ...) addieren sich im Neutral- bzw. PEN-Leiter. Dominant ist die 3. OS mit 150-Hz. Bei gleichmässiger Oberschwingungsbelastung und Gleichphasigkeit, ist der Strom der 3. Oberschwingung im Neutralleiter dreimal so hoch, wie der Polleiterstrom bei 150 Hz. Der Gesamtstrom im Neutral-/PEN-Leiter kann grösser werden, als der 2-fache Polleiterstrom, im Extremfall das 2,2 – 2,4 fache!! Die mit Untersuchungen beauftragten Messspezialisten in Deutschland, haben bei Funktionsstörungen in einem Hotelkomplex, den 2,4-fachen Neutralleiterstrom ermittelt, weil die Beleuchtung im Hotel von Glühlampen auf Energiesparlampen umgestellt wurde. (Das heisst zum Beispiel bei 100 A Polleiterstrom, bis 240 A Neutralleiterstrom, die Störungen lassen nicht lange auf sich warten). Oberschwingungen erhöhen zudem die Impedanz von Kabelleitungen sowie den induktiven Spannungsfall + zusätzlich ab ~ 0,5 kHz mit Skineffekt. Heute sind bereits über 90% aller 230-V Wechselstromverbraucher Oberschwingungserzeuger. Eine merkliche Zunahme durch den vermehrten Einsatz von Energiesparlampen, im Hinblick auf ein mögliches Glühlampenverbot sowie dem Einsatz von energieeffizienten Geräten, ist voraussehbar. Insbesondere in TN-C-Systemen, vagabundieren diese Neutralleiterströme im gesamten Potenzialausgleichsystem über Erdungssysteme, Schirme von Datenleitungen, Kommunikationsanlagen, Wasser- und Heizungsrohre. Die Ströme können weiterhin zu EM-Störungen, Lochfrass sowie erhöhter Korrosion führen. Lösungen: - Konsequentes TN-S-System. - Neutralleiter nach den Oberschwingungslasten bemessen.
Im TN-S-System mit Fünfleiterkabel gibt es nur Gewinner
Der VerteilNetzBetreiber ist fortschrittlich, weitsichtig und verschafft sich zweifellos einen sicheren Standortvorteil, wenn er seinen Kunden „EMV-gerechte“ Hausanschlüsse anbietet. > Einfache Massnahme mit grosser Wirkung <
Die kostenintensiven Bemühungen der Planer und Ausführenden für die Sicherstellung der Elektromagnetischen Verträglichkeit in der Gebäudeinstallation, wird nicht durch „TN-C-Abschnitte vom Verteilnetzbetreiber“ (damit ist der Hausanschluss im TN-C-System mit PEN-Leiter gemeint) im Gebäude geschmälert.
Für einen dauerhaften störungsarmen Betrieb > EMV-freundlich, die beste Lösung = TN-S-System.
- weniger Korrosionsschäden > Kosten
- Reduzierung der elektromagnetischen Felder
- starke Reduzierung der netzbedingten Störauswirkungen im Gebäude > Kosten
- ideale Verhältnisse, nahezu stromlosen PE
- Qualitätssteigerung und Optimierung der Stromversorgungsnetze
„Am TN-S-System führt kein Weg vorbei, jeder Verteilnetzbetreiber wird irgendwann damit anfangen (müssen)“.
Der Kunde hat die Gewissheit, dass sein Gebäude von „seinem EW“, mit der besten Lösung für einen dauerhaften störungsarmen Betrieb versorgt wird.
Unser Grundsatz: Bauen und vergessen, warum sich mehr Probleme schaffen, als bereits vorhanden sind.
Das EW-Dietlikon hat für die zukunftssicheren Hausanschlüsse im TN-S-System eine Vorreiterfunktion. Immer mehr Verteilnetzbetreiber erkennen die Vorteile und verwenden für ihre Kunden das Fünfleiterkabel. Das TN-S-System im öffentlichen Stromverteilungsnetz, wurde auch als Empfehlung in die Normen CENELEC HD 60364-1, EN 50310, VDE 0800-2, NIN 2010 sowie in das Taschenbuch, Ausgabe 2009 „Elektrische Anlagen gemäss Starkstromverordnung“ von Electrosuisse aufgenommen. Der Bereichsleiter vom EW-Dietlikon hat als technischer Experte Einsitz in den DKE-Arbeitsgremien, „Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE“. Er ist zudem Autor von Fachberichten sowie an Fachtagungen für elektrische Versorgungsnetze im In- und Ausland ein gefragter Referent.
52 Liegenschaften, inkl. Gewerbebauten mit leistungsstarken Anschlüssen von 1'000 A in Dietlikon, sind seit 2006 mit einem Fünfleiterkabel im TN-S-System, an das öffentliche EW-Netz angeschlossen und es werden immer mehr. Stand: 17. Februar 2010.
(Kabeltyp: 5-Leiter GKN-Mäander, LEONI Studer AG)
Es freut uns, wenn auch andere Verteilnetzbetreiber (es dürfen auch gerne grosse VNB sein) sowie Fachverbände und die Industrie, Gewerbe, Berufs- und Fachschulen, Planer, Bauherren usw., über den Einsatz von Fünfleiterkabel informieren würden.
Gruss GW Dietlikon
21. Februar 2010__MS |
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