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Probleme bei Sonnenschutzanlagen

 
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Rony Müller
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Probleme bei Sonnenschutzanlagen BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 19:37  

Immer wieder hört man von schlecht funktionierenden Sonnenschutzanlagen wie permanentes auf und runter etc.
Was stört am meisten? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Realist
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Genau so ist es! BeitragVerfasst am: 05.07.2007, 19:42  

Ja, da kann ich nur voll zustimmen. Immer komplexere Steuerungen, die nie richtig getestet und optimiert werden. Da geht halt dann die Jaliusie runter, obwohl nur der halbe Fassadensektor besonnt ist und die Bürobenutzer sind frustriert. Zudem kosten die vielen mechanischen Defekte wegen Wind- und Frodtschäden ein Heidengeld. Lösung: Man baue so, dass wir keine elektrischen Beschattungen mehr benötigen!

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Rony Müller
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Re: Genau so ist es! BeitragVerfasst am: 06.07.2007, 18:06  

Realist hat Folgendes geschrieben:
Lösung: Man baue so, dass wir keine elektrischen Beschattungen mehr benötigen!


... also Räume ohne Fenster? Sad

Aus energetischer Sicht macht ein aussenliegender Sonnenschutz Sinn. Andere Technologien wie automatisch verdunkelnde Fensterscheiben (auf kristalliner Basis) sind meines Wissens noch nicht soweit, um die eingestrahlte Sonnenenergie auch abzuführen.

Ein passiver Sonnenschutz wird heute leider nur noch selten erstellt (wie Vorbauten oberhalb des Fensters). Solche Massnahmen entsprechen grundsätzlich dem Bedürfnis nach Sonne d.h. im Winter erfolgt eine Einstrahlung, im Sommer wird beschattet (hoher Sonnenstand).

Auf jeden Fall kann in einigen Objekten der Sonnenschutz (aktiv sowie passiv) einiges intelligenter erfolgen.

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Realist
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Gute Vorgaben nötig! BeitragVerfasst am: 13.07.2007, 16:05  

Ich denke, es geht um Fachkenntnisse und wie man solche auch anwendet. Ein Beispiel: Warum kann z.B. ein Architekt bestimmen, dass ein textiler Sonnenschutz oder auch eine mechanisch minderwertige Jalousie eingesetzt wird. Obwohl ein mittelmässiger Bauphysiker sofort erkennen könnte, dass ein solcher Schutz an zu vielen Tagen kein Sonnenschutz sein kann (z.B. Föhntage mit Böen und greller Blendung). Da kann man nachher mit der Steuerung nur noch flicken, aber nicht grundsätzlich verbessern. Gleiche Vorgaben benötigen die Beteiligten aber auch für die sinnvollen Funktionen der Steuerung.

Nun: Wer erstellt diese Vorgaben? Wer schaut, dass diese auch angewendet werden?

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Rony Müller
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BeitragVerfasst am: 23.07.2007, 15:26  

Gute Frage!

Sicherlich ein Problem vom heutigen Prozessablauf auf dem Bau. Der Architekt ist vielfach zu dominant --> Ästhetik vor Technik. Ich bin da für Ästhetik mit Technik...

Werden genügend früh alle beteiligte Fachpersonen einbezogen, kommen gute Projekte zu Stande.

A propos passiver Sonnenschutz: das neue Gebäude der ETH Hönggerberg (HIT) hat einen passiven, aussenliegenden Sonnenschutz. Guter Ansatz welcher mir gefällt. Mal sehen wie sich dies in der Praxis bewährt...

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thoroh
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Das richtige Konzept ist entscheitend BeitragVerfasst am: 22.11.2007, 22:20  

Sicherlich liegt es auf der Hand, dass eine optimale Beschattung energetisch sinnvoll ist. Doch nur wenn die richtige Steuerung, das richtige Konzept und die Vorgaben eingehalten werden, funktioniert das System zur vollsten Zufriedenheit. Oftmals kommt es vor, dass billige Storenmotoren eingekauft werden oder an den Führungsschienen gespart wird, was dann zur Folge hat, dass die Steuerung schlecht gemacht wird. Wichtig scheint mir auch dass individuell Storen bedient werden können. Nicht jeder MA ist glücklich, wenn die Storen herunter gehen. Heutige übergeordnete Systeme erlauben die Ansteuerung aufgrund des Sonnenstandes, des Schattenwurfes von Nachbargebäuden oder unter Berücksichtigung von Wind und Wetter. Mit Berücksichtigung all dieser Einflüsse bin ich überzeugt, funktioniert die Beschattung optimal. Wird aber das ganze z.B. mittels EIB gelöst, mit einfachen Auf/Ab-Funktionen, wenn möglich noch mit einem Freipass des Unternehmers, dann kann es nicht gut kommen.

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Rony Müller
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BeitragVerfasst am: 27.11.2007, 10:31  

@thoroh
Stimme den Ausführung generell zu - hätte ein paar präzisierende Fragen/Ergänzungen:

"Billige Motoren und Führungsschienen"
Bei den Motoren gibt es in der Schweiz primär den Unterschied zwischen 2 oder 3 Endschalter. Die Schweizer Storenhersteller verwenden mehr oder weniger gleichwertige Motoren. Ein grosser (Qualitäts)Unterschied findet sich aber beim gesamten Storen. Steuerungstechnisch ist ein Storen als Gesamtsystem zu betrachten. Die mechanische Ausführung, der Motor, Führungsschienen etc. sind Teilaspekte.
Geht es bei der Ausführung um den Storen im Allgemeinen (z.B. Importprodukte aus dem Ausland) oder spezifische Probleme mit einem Schweizer Hersteller?

"Einzelbedienung"
Das ist sehr wichtig - stimme ich voll und ganz zu und möchte diesem Aspekt noch etwas Gewicht verleihen.
Kein technisches System kann die individuellen Bedürfnisse eines Benutzers erfassen. Es können nur grobe Rahmenbedingungen erhoben und gesteuert werden. Dabei ist die Verfügbarkeit eines Produktes ein wichtiger Teilaspekt (also nicht gesperrt wegen Wind, Frost, Energieoptimierung etc.)

"Funktionen mit EIB/KNX"
...aber Funktionalität und technisches System darf nicht generell miteinander vermischt werden. Da scheint mir das Sicherstellen eines guten Prozessablaufes wichtig. Die Funktionen müssen frühzeitig, interdisziplinär (Fassaden-, Energie-, Beleuchtungs- und Benutzeraspekte) und durch Fachpersonen bis zur Abnahme begleitet werden.
Bei offenen Systemen wie KNX oder LON sollte der Systemintegrator bei hohen Anforderungen durch einen Hersteller (welcher die Funktion liefert) betreut werden - der Integrator hat das gewerkespezifische Know-how nicht in gleicher Tiefe (gilt nicht nur für Beschattungsanlagen).

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